Am 24. November 1884 trafen sich acht Wanderbegeisterte im Hotel "Zum Deutschen Hof" in Baden-Baden und gründeten als eine der ersten Ortsgruppen überhaupt die Sektion Baden-Baden des Badischen Schwarzwaldvereins. Ihr Hauptziel war, die nähere Umgebung für den Tourismus zu erschließen, also Wege zu markieren, Aussichtspunkte einzurichten, Schutzhütten zu bauen und Ruhebänke aufzustellen. Daneben gab es natürlich auch damals schon gemeinsame Wanderungen.
Als die Sektion durch wachsende Mitgliederzahlen finanzkräftiger wurde, wandte man sich dem ehrgeizigen Ziel zu, auf der Badener Höhe einen Turm zu bauen. Mit Unterstützung der Stadt konnte dieses Projekt bis 1891 verwirklicht werden. Der Friedrichsturm ziert noch heute den höchsten Punkt Baden-Badener Gemarkung und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Bis 1930 stieg die Mitgliederzahl mit 900 auf den höchsten je erreichten Stand. Während des Nationalsozialismus blieb auch der Schwarzwaldverein von der Gleichschaltung nicht verschont. Er wurde dem Reichsverband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine eingegliedert, dieser wiederum dem Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen. Ab 1935 waren Juden vom Verein ausgeschlossen. Bestrebungen, die Eigenständigkeit der Ortsgruppen einzuschränken, wurden durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen.
Mit dem Einmarsch der Franzosen 1945 wurde der Schwarzwaldverein wie alle Vereine verboten. Im März 1949 wagte man den Neuanfang. Wichtigste Aufgabe war es nun, die vernachlässigten Wege und Einrichtungen in Stand zu setzen. Das Vereinsleben blühte schnell wieder auf. Auch wenn die Mitgliederzahlen seit Mitte der 1960er Jahre rückläufig sind, bietet der Schwarzwaldverein seinen Mitgliedern bis zum heutigen Tag eine aktive Gemeinschaft